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Karin Minuth ![]() |
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Karin Minuth (geb. 1956), früher viele Jahre im medizinischen Bereich tätig, wird von ihrem Mann gerne als die Seele der Bühne bezeichnet. Am Anfang war die Idee: 1987 besucht sie mit einem ihrer Kinder eine Puppentheater-Vorstellung. Der Auftritt des
Puppenspielers begeistert sie so, dass sie die Idee hat, es mit einer eigenen Bühne zu versuchen. Aus dem Bauch heraus und ausgestattet mit viel Gottvertrauen fängt sie an Kulissen zu malen, Puppenköpfe zu modellieren und Kostüme zu schneidern. Es sollte die Geburtsstunde der Freiburger Puppenbühne sein. Karin Minuth entschloss sich Puppen leben zu lassen. Und daran sollten möglich viele Menschen Anteil haben. Sie baut für Ihr Publikum eine Bühne, beschäftigt sich mit traditionellen Spieltechniken, bildet ihre Stimme aus, entwickelt einen eigenen künstlerischen Stil. |
Sie bereist Theater, begibt sich auf die Suche nach ausgefallenen Werkstoffen und seltenen Materialien. Bei einem Besuch in Dresden hat sie Erfolg: Mit Stoffen aus dem Fundus der Semper Oper schafft sie phantasievolle Gewänder und Kostüme und kleidet damit ihre Prinzessinen, Burgfrauen, Könige und Grafen. Sie legt Wert auf stilvolle Kleider mit dem modischen Etwas, sie verwendet Schmuck, kleine glitzernde Accessoires mit großer Wirkung und beherrscht die Kunst des Schminkens. Und immer wieder hat sie neue Puppenspielideen. Im Laufe der Zeit entstehen 14 neue Inszenierungen. Und wenn dann die Vorstellung beginnt und der Vorhang aufgeht, wenn aus lebloser Materie bunte Theatergeschöpfe werden, die Magie der Verwandlung sich vor den Augen des staunenden Publikums entfaltet, dann sieht man, wie ihre Arbeit buchstäblich lebt. |
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Biographisches Dr. Johannes Minuth ![]() |
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| Der 1955 geborene Johannes Minuth studierte Germanistik und Geographie und konnte sich nichts anderes vorstellen als Gymnasiallehrer zu werden. Nach Beendigung der Lehrerausbildung herrscht jedoch in Baden-Württemberg Einstellungsstopp. Um nicht arbeitslos zu sein greift er die Idee seiner Frau auf und gründet übergangsweise mit ihr eine Puppenbühne. Zu seiner Überraschung findet er nicht nur Freude an den in eigener Werkstatt entstandenen Puppen sondern ist auch emotional tief berührt von der Wirkung der kleinen Figuren, die er selbst zum Leben erwecken kann. Er verabschiedet sich von den Perspektiven einer gesicherten Beamtenlaufbahn und wird Berufspuppenspieler. Er schreibt eigene Stücke, spielt in ganz Deutschland, gibt seine Erfahrungen in Workshops weiter. Sein besonderes Interesse und seine ganze Liebe gilt dem Spiel mit dem Kasper. |
Diese Figur fasziniert ihn so sehr, dass er neben dem laufenden Spielbetrieb jahrelang wissenschaftliche Nachforschungen betreibt und über das Thema 1996 eine Dissertation an der Uni Freiburg vorlegt. Im gleichen Jahr erscheint sein Buch: Die Entwicklungsgeschichte des Kaspertheaters. Vom Possentreiben zur Puppenspielkunst. Durch Zufall fällt Johannes Minuth, dessen Vater Arzt war, im Jahr 2001 eine Ahnenchronik in die Hände, aus der hervorgeht, dass es unter seinen Vorfahren viele Künstler gab. So hatte sich einer seiner Urgroßväter bereits als Kind auf die Imitation von Tierstimmen spezialisiert und durfte sein Können 1830 dem König von Ungarn vorführen. Heute ist Johannes Minuth dem Schicksal dankbar, dass es mit dem Lehrer-Dasein nicht geklappt hat... |